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Wer wir sind

Skillshare: Körper und Hören in der Medizin

Ziele:

  • Anatomie kennenlernen und erkunden am Beispiel der Auskultation (das "Hören" in der Medizin, bspw. mit Stethoskop).
  • "Verborgene" Regulations durch das autonome Nervensystem kennenlernen. Einflussmöglichkeiten: Willentlich und durch Verhalten kennenlernen.

1. Teil: Anatomie und Hören

4 Organe in aufsteigender Komplexität:

  • Kratzauskultation der Leber
  • Auskultation des Abdomens
  • Auskultation und Perkussion der Lunge
  • Herz

weitere, z.Bsp. Auskultation von distalen Gefäßen Leiste/Hand bzgl. Gefässdeformationen etc. aber hier kein Thema

Kratzauskulation

Frage: Wie groß ist die Leber Herangehensweise: Bildgebungen, Perkussion (ungenauer) Das Stethoskop wird unterhalb des Xiphoids aufgelegt und mit dem Fingernagel/einem Spatel entlang der gedachen Länglinie unterhalb der rechten Brustwarze (Medioklavikularlinie) gekratzt. Nur über der Leber ist das Kratzen deutlich zu hören. Normale Lebergröße in dieser Linie beträg ca. 8-13cm bei Männern

Bauchauskultation

Am besten mit der Trichter (ohne Membran), so hört man die Peristaltik des Darms. Alle 10s hört man ein Glucksen/Knarren -> lebendige Darmgeräusche.

  • Schlechte Verdauung oder auch mal Gastroenteritis: Hyperperistaltik, auch als Borborygmus bezeichnet, durch die Darmperistaltik hervorgerufene, knurrende Darmgeräusche, die durch die Bewegung von Flüssigkeit und Gasen im Darmlumen entstehen.
  • Metallisch klingende Geräusche: mechanische Unterbrechung (Ileus). wenn die vor der Unterbrechung gelegenen Darmabschnitte durch Gasbildung aufgebläht werden und sich gegen Widerstand zusammenziehen. Dabei kann bei Passage von Darminhalt durch verengte, aber noch nicht verlegte Abschnitte auch ein zischend/spritzendes Geräusch zu hören sein.
  • Das Fehlen jeglicher Darmgeräusche ("Grabesstille") über einen Zeitraum von mehreren Minuten kann auf eine erloschene Darmperistaltik hinweisen.

s. auch https://flexikon.doccheck.com/de/Bauchauskultation

Anwendung: Normale Darmfunktion (er)kennen vs. krankhaft verändert. Ort kann guter Hinweis auf Problem geben.

Lunge

Üblicherweise beginnt man mit dem Klopfen (Perkussion), dann entsteht ein relativ hohl klingender und lauter Ton (sonorer Klopfschall).

Abnorme Befunde

  • Krankhaft wäre ein noch lauterer und hohler klingender Ton (hypersonor) -> Zeichen für mehr Luft (Lungenemphysem, Athma bronchiale, Pneumothorax).
  • Auch ein gedämpfter Ton, dumpf und leiser als "normal", d.h. in der Umgebung (andere Seite) -> Zeichen für vermehrte Flüssigkeit wie bei Lungenentzündung oder Pleuraerguss

Atemgeräusche: Entstehend durch die Turbulenz bei Luftbewegung. Üblicherweise ist sogenanntes Bronchialatmen, lautes und zischendes, hochfrequentes Atemgeräusch in der Mitte des Körpers.In der Peripherie ist normalerweise vesikuläres Atemgeräusch hörbar, das durch das Lungegewebe gedämpft ist.

Abnorme Befunde:

  • Aufgehoben oder abgeschwächtes Geräusch kann Hinweis auf Wass oder Luft sein (Pneumothorax, Pleuraerguss) oder zurückgebliebener Luft bei gewissen Erkrankungen (Astma, Emphysem), wobei das Extrem die sogenannte "silent lung" ist.

Herz